Die Wahrheit hinter AUSGEBUCHT

Am Sonntag schrieb ich auf Facebook & Instagram „Ausgebucht“. Ich bin bis zum Ende des Jahres ausgebucht und kann nur noch Vorgespräche annehmen.

Während ich auf den Posten-Button drückte, überkamen mich gemischte Gefühle:

  • Unendliche Dankbarkeit, dass die Arbeit, die ich so sehr liebe, genau die richtigen Kunden findet und sie zu mir führt.
  • Stolz, dass ich es nach einem langen Weg so weit geschafft habe.
  • Einfach Freude – ausgebucht fühlt sich unbeschreiblich toll an.

 

Aber auch Scham, dass ich soooooo lange dafür gebraucht habe. Ja, es war kein Erfolg über Nacht, sondern ein langer Weg. Und zwischendurch habe ich auch daran gedacht aufzugeben.

Und der Zweifel: „Klingt das jetzt nicht ein wenig angeberisch?“ Den Zweifel habe ich schnell aufgelöst und doch mag ich dir diesen Gedanken nicht verschweigen.

Mein Weg dahin war wirklich lang, sehr lang. Nicht wie es manchmal reißerisch heißt: „in drei Monaten verdienst du fünfstellig. Du musst nur unsere Strategien befolgen.“

Das mag funktionieren – aber für mich hat es nicht funktioniert. Ich bin vielleicht den steinigeren Weg gegangen – den Weg über mich und über viele Versuche und Irrtümer. Doch es ist auch der intensivere und transformierende Weg – mein Weg.

Ich habe zuerst diverse Coaching-Ausbildungen gemacht und gelernt. Meinen Platz gesucht – welchen Menschen kann und will ich helfen? Ich habe Business-Kurse gemacht, Business-Coachings gehabt – wie funktioniert nur diese Online-Welt? Ich habe investiert und investiert.

Manches funktionierte gleich, vieles funktioniert nicht gleich – aus einigem lerne ich heute immer noch. Ich habe zu früh zu schnell und zu viel gewollt. Hey, andere schaffen das in drei Monaten und ich trete nach einem Jahr immer noch auf der Stelle. Dieses fiese Gefühl – nur weil ich das jetzt nicht geschafft habe, stimmt doch was mit mir nicht! Ich bin zu blöd, zu doof, um das vernünftig auf die Reihe zu bekommen. Wenn du dich gerade ähnlich fühlst, du bist nicht zu blöd, an dir ist gar nichts falsch. Die Strategien passen einfach nicht zu dir! Und keiner hat es in drei Monaten geschafft – dahinter liegen jahrelange Arbeit.

Kommen wir mal zu den Strategien und zu meinen Mythen!

1. Das Geld liegt in der Liste

Du brauchst unbedingt eine E-Mail-Liste und diese Liste muss ständig wachsen!!!! Bullshit!!!

Meine Listengröße ist seit mehr als einem Jahr ungefähr gleich und sie ist nicht groß. Mal kommt jemand dazu, mal meldet sich wieder jemand ab. Die Leser ändern sich. Die Größe bleibt.

Meine Kunden kommen zum Teil von meiner Email-Liste – deutlich weniger als ein Drittel.

Ein Teil meiner Kunden kommt einfach auf die Seite und bucht einen Termin bei mir, weil sie sich für Rapid Transformational Therapy interessieren.

Ein anderer Teil kommt über Empfehlung von meinen anderen Kunden.

Und ein weiterer Teil kommt offline über meine Praxis.

In einem Jahr habe ich meinen Umsatz vervierfacht bei gleich großer E-Mail-Liste.

Falls du auf meine E-Mail-Liste möchtest – schau doch hier bei meinen Geschenken <3.

2. Social Media

Ich habe früher immer gedacht, du musst unglaublich viele Follower und Likes haben – erst wenn du das hast, bist du wirklich erfolgreich. Auf Facebook musst du über diese 1000 Fans kommen. Das ist Next Level. Dann bist du erfolgreich und hast viele Kunden.

Was für eine Energieverschwendung! Du glaubst gar nicht, wie viel Zeit ich damit verbracht habe, zu verstehen, wie diese Kanäle funktionieren. Und dann zu überlegen, was poste ich, wann poste ich usw. und dann zu hoffen, dass mein Post den Nerv trifft, gelikt und auch noch als Krönung geteilt wird. Ich tippe mal, meine Zahlen auf Facebook sind im letzten Jahr kaum gestiegen. Ich bin weiter deutlich unter 1000 und kann dir verraten, die Zahl sagt ABSOLUT NIX aus.

Und ja Facebook… du musst Facebook machen! Mich verbindet eine kleine Hassliebe mit Facebook ;-)

Ganz ehrlich, ich fühle mich sauwohl auf Pinterest. Das habe ich im letzten Monat zu meinem Hauptkanal erklärt. So befreiend! Pinterest hat mir immer Spaß gemacht – ich bin wortlastig, ich liebe es zu lesen und ich liebe es, wenn meine Artikel gelesen werden (dafür schreibe ich sie ja!). Allerdings habe ich gedacht, ich muss Facebook machen – alle sind damit soooooo erfolgreich *hust*. Wie viel Zeit ich da verschwendet hab!

Im Vergleich, wenn ich einen neuen Artikel auf Facebook poste – kommen vielleicht 2 am Tag auf meine Seite und dann ist mein Post und mein Artikel schon vergessen. Pinterest ist da ein Evergreen – selbst alte Artikel werden immer wieder angeklickt und gelesen. Aber ich will jetzt nicht in Pinterest-Lobhudeleien abtauchen ;-).

Schau einfach … WO fühlst du dich wohl! Auch wenn alle sagen, du musst unbedingt Facebook oder Instagram oder so machen … finde deinen Kanal, probier sie aus und schau was dir gefällt. Steck in einen Kanal mehr Energie und kümmere dich intensiv drum. Heißt jetzt ja nicht, du musst nur einen Kanal haben ;-). Ich poste ja auch weiter auf Facebook.

3. Mach unbedingt Pakete! Verkaufe bloß keine Einzelstunden!

Pffffffffffttttttt! Ich verkaufe Einzelsitzungen und finde es sooooo befreiend. Klar habe ich auch ein Paket ;-). Doch in der Mehrzahl verkaufe ich Einzelsitzungen. Und das Geniale ist, ich brauche nicht Monate, um an die Ursache eines Themas zu kommen und es aufzulösen, sondern dazu reichen 1-3 Sitzungen. Vielen reicht eine Sitzung und der Drops ist gelutscht. Manche spüren zwar eine Veränderung, aber es reicht noch nicht – dann gibt es die Möglichkeit, weiter zu machen. Manche kommen wieder mit einem anderen Thema.

Ich mag sehr diese Offenheit und Freiheit, die es mir und meinen Kunden gibt. Ich möchte kein Jahresprogramm machen ;-). Lass es dir nicht vorschreiben, wie dein Business funktionieren soll. Probier Ideen aus und schau, was für dich passt.

Warum habe ich trotzdem ein Paket? Ich habe ein Geld- und Business-Paket, was neben RTT-Sitzungen auch noch Coaching-Stunden beinhaltet. Dieses Thema braucht einfach eine intensive konsequente Unterstützung, damit die Blockaden sich auflösen und Klarheit über den Weg entsteht.

Hab‘ aber kein Paket, weil du denkst, du bindest so deine Kunden an dich und weil du Angst hast, anders verdienst du kein Geld, kannst nicht überleben, oder es sind nicht genug Kunden da. Angst ist ein schlechter Verkäufer!

Gib bitte nicht auf!!!!!

Dieses nagende Gefühl „Da ist doch noch mehr für mich drin! Da ist noch etwas mehr. Etwas, wofür ich bestimmt bin. Etwas in mir, das zum Ausdruck gebracht werden will. Eine größere Wirkung, die ich erzielen soll.“ Dieses Gefühl ist Start einer wunderbaren Reise – es ist eines der unangenehmsten Gefühle, aber auch eines der schönsten.

Folge diesem Gefühl und begib dich auf deine Reise. Es läuft nicht alles nach Plan, gelingt vielleicht auch nicht in der ersten, in der zweiten oder dritten Version. Für mich war es am quälendsten, dass ich zwar wußte, da ist noch mehr…aber what the f*ck ist es? Meinen ersten Beruf und meine erste Berufung als Logopädin war leicht. Entscheidung gefällt, gemacht und getan. Doch dieser Weg war nicht so klar für mich, was sind meine Themen, wie will ich arbeiten, mit welchen Methoden will ich arbeiten. Es hat gedauert, meinen Platz zu finden.

Das Gefühl „Ich bin für etwas Größeres bestimmt“ spiegelt eine universelle Wahrheit wider.

Wir alle haben mehr Kreativität, als wir nutzen.

Wir alle haben mehr Macht, Gutes zu tun, als wir uns vorstellen.

Wir alle leben nur einen kleinen Teil unseres Potenzials.

Wir sind dazu bestimmt, zu unseren Lebzeiten zu geben, zu erschaffen, zu erfinden und zu heilen.

Wir sind dafür bestimmt und deshalb sehnen wir uns danach.

So kannst du all die inneren Kritikergeschichten und persönlichen Fragen über deine Bereitschaft, größer zu spielen, vergessen, denn es ist einfach keine persönliche Angelegenheit. Es ist für uns alle.

Es ist wahr. Du bist für eine größere Wirkung bestimmt.

Du bist dazu berufen, das hervorzubringen, was in dir ist.

Du bist dazu bestimmt, hier Gutes zu tun, auf die besondere Weise, die nur du kannst.

Gib nicht auf!

Geh deinen Weg weiter!

Verzeih dir deine Fehler und lerne daraus!

Und glaub nicht alles, hinterfrage – glaub auch mir nicht alles!

Was für mich funktioniert, kann für dich ganz anders sein.