50 Shades, Selbstzweifel, nicht genug,

Die 50 Shades of Selbstzweifel

Ich gebe zu, ich habe die „50 Shades of grey“ nur am Rande mitbekommen. Weder die Bücher noch die Filme haben mich interessiert. Der Titel allerdings ist ziemlich genial und kam mir während dem Vorbereitungsgespräch mit einer Kundin in den Sinn. Es war ihre dritte Rapid Transformational Therapy Sitzung und wir hatten ein neues Thema, welches wir angehen wollten. Sie sagte: „Du wirst es nicht glauben. Es müsste doch mal langsam gut sein. Das hat schon wieder mit dem „Ich bin nicht genug“ zu tun.“

Und ich dachte bei mir….50 Shades of Nicht Genug. Auch wenn das Gefühl in einem Bereich des Lebens verschwindet (RTT sei Dank!). So ist es auch echt hartnäckig und untergräbt andere Bereiche. Von welchen Bereichen rede ich überhaupt?

1. Familie & Beziehungen

2. Gesundheit

3. Beruf

4. Geld & Finanzen

5. Soziale Kontakte

6. Freizeit

7. Spiritualität

Wie sehen nun 50 Shades of Selbstzweifel aus?

Und die spannende Frage: Welche kennst du davon?

1. Ich glaube nicht an mich.

Was kann ich schon? Wer bin ich schon? Ich kann doch nichts. Meine Ideen sind nicht gut. Ich bin nicht gut genug.

2. Die Meinung anderer ist wichtiger als meine.

Ich höre lieber auf andere als auf mein Bauchgefühl. Ich darf mich doch nicht so wichtig nehmen. Andere wissen mehr als ich.

3. Ich muss die Erwartungen anderer erfüllen, um mich gut genug zu fühlen.

Wenn es den anderen gefällt, was ich mache und wer ich bin, dann bekomme ich die Anerkennung, damit ich mich gut genug fühle.

4. Wer bin ich, dass ich das wagen kann?

Darf ich das? Kann ich das? Was soll mich denn dazu befähigen, meine Träume zu verwirklichen? Alle anderen sind doch so viel klüger, so viel besser, so viel kompetenter, so viel attraktiver, so viel ….!

5. Ich muss erst bestimmte Bedingungen erfüllen,

damit ich mich traue… , also erst muss ich noch x Zertifikate machen, noch x Kilo abnehmen, dann kann ich es vielleicht wagen – aber vielleicht fällt mir ja noch was anderes ein, damit ich es weiter aufschieben kann ;-)

6. Ich gehöre einfach nicht dazu.

In jeder Gruppe fühle mich fremd. Ich passe da nicht rein – ich bin anders. Ich fühle mich verloren und allein. Irgendwo muss doch ein Platz für mich sein.

7. Ich kann keine Komplimente annehmen.

Ich trau‘ dem Braten einfach nicht, denn ich in Wahrheit erzähle ich mir doch selbst, was ganz anderes.

8. Kritik trifft mich ins Mark.

Ich bin tief verletzt. Ich fühle mich ertappt, denn da sagt jemand genau das, dem ich insgeheim doch zustimme.

9. Ich habe so viel Angst vor Ablehnung, dass ich mich nicht traue:

– um Hilfe zu fragen

– meine Projekte voranzubringen

– meine Liebe und meine Gefühle zu zeigen.

10. Es ist unvorstellbar, dass die Menschen mich so mögen, wie ich bin.

Deswegen muss ich mich verstellen. Ich muss etwas vortäuschen, was ich meine, was anderen gefallen könnte.

11. Ich muss etwas leisten, um Anerkennung zu bekommen.

Zuwendung und Anerkennung bekommt man nicht geschenkt, dafür muss ich hart arbeiten und alles geben.

12. Ich muss richtig hart arbeiten und noch härter arbeiten.

Damit andere erkennen, wie gut ich doch bin. Und wenn andere das sehen, kann ich es vielleicht auch ein wenig sehen.

13. Ich bin schuld!

Wenn etwas schiefgeht, ist es mein Fehler. Ich darf keine Fehler machen. Das kann ich mir nicht erlauben. Es muss doch perfekt sein. Und dann plagen mich riesige Schuldgefühle.

14. Ich kann nicht für mich einstehen.

Meine Meinung zu behaupten, etwas zu fordern fällt mir unbegreiflich schwer. Ich habe Angst vor Zurückweisung und Ablehnung. Ich fühle mich nicht wichtig genug, nicht wertvoll genug, um für mich einzustehen.

15. Ich bin nicht so wichtig.

Die Bedürfnisse anderer zählen mehr. Ich setze mich an das Ende der Schlange. Für die anderen reibe ich mich auf. Ich lasse alles stehen und liegen, wenn mich jemand braucht.

16. Ich fühle mich ausgenutzt (und brauche es).

Wenn ich gebraucht werde, fühle ich mich wichtig und wertvoll. Gleichzeitig lasse ich mich deswegen auch ausnutzen. Andererseits bin ich beleidigt, wenn ich nicht gebraucht werde, wenn meine Hilfe, mein Wissen, meine Unterstützung nicht benötigt wird.

17. Ich muss alles kontrollieren.

Oh, weh – wenn ich keine Kontrolle habe, bin ich verloren. Da fühle ich mich unsicher. Das macht mir Angst. Ich muss genau wissen, was der andere will, wie sich der Tag gestalten wird, ich kann keine Aufgaben abgeben.

18. Ich bin nicht liebenswert.

So wie ich bin, kann ich nicht geliebt werden. Es gibt niemanden, der mich so nehmen könnte, wie ich bin. Ich darf mich nicht so zeigen, wie ich bin.

19. Es macht keinen Unterschied, ob ich da bin oder nicht.

Das merkt doch niemand, wenn ich weg bin. Ich falle den anderen nicht auf, ich bin nicht wichtig,

20. Ich bin anders.

Die anderen sind so gut. Sie sind so erfolgreich, so klug oder so schön oder so wohlhabend oder oder oder…Ich ticke einfach anders. Ich versteh‘ die anderen auch gar nicht so gut. Dabei strenge ich mich so an, dazu zu gehören. Doch da ist immer dieser Stachel – ich gehöre nicht dazu.

21.Ich muss für mich alleine sorgen.

Ich kann mich auf andere nicht verlassen. Ich traue keinem. Dabei hätte ich so gerne Unterstützung, aber ich zeige es nicht und frage auch nicht danach.

22. Ich gebe mich mit wenig zufrieden.

Bescheidenheit ist eine Zier und ich bin der Zier-Weltmeister. Ob es um das letzte Stück Kuchen geht oder um mehr Geld geht, ich bin bescheiden.

23. Ich habe Angst, dass die anderen entdecken: Ich bin eine Luftnummer.

Ich tu ja nur so, als ob ich das kann. In Wahrheit zweifele ich doch an meinen Fähigkeiten. Ich geb‘ zwar immer mein Bestes, aber ob mein Bestes reicht?

24. Erfolge kann ich nicht feiern.

Das war doch nur ein Zufall. Ich habe einfach Glück gehabt. Das hatte doch nichts mit mir zu tun.

25. Ich bin ein Lügner.

Ich gebe mich nicht so ,wie ich wirklich bin. Ich versuche es, einfach allen recht zu machen. Und den anderen nicht hinter meine Fassade schauen zu lassen.

26. Mit mir stimmt doch etwas nicht.

Andere sagen „ich bin zu viel.“ Zu viele Emotionen, zu viel Tempo, zu viel Sensibilität etc. Ich muss mich anpassen, damit ich nicht auffalle.

27. Ich habe Angst zu versagen.

Scheitern nehme ich persönlich. Aus Angst davor, zu versagen, versuche ich es am besten gar nicht oder wenn ich besonders mutig bin, tippe ich meinen kleinen Zeh mal rein und ganz schnell wieder raus * huch *

28. Ich habe Angst, Erfolg zu haben.

Das erhöht den Druck, dass ich den Erfolg wiederholen muss. Und ich glaube doch gar nicht an meinen Erfolg. Zu dem könnte ich dann scheitern oder ich bekomme mehr Aufmerksamkeit. Und wenn mich jemand genau unter die Lupe nimmt, erkennt man doch, dass ich es gar nicht richtig kann.

29. Ich verdiene es nicht, dass es mir gut geht, dass ich erfolgreich bin, dass ich gutes Geld verdiene, geliebt werde.

Das steht mir doch gar nicht zu! Das ist auch gar nicht für mich möglich oder erreichbar oder verfügbar. Das war nicht im Plan meines Lebens für mich vorgesehen.

30. Ich habe keine Stimme.

Meine Stimme zählt nicht. Es ist nicht wichtig, was ich sage und fühle. Wer sollte schon auf mich hören? Wen interessiert das schon?

31. Ich bringe, Dinge nicht zu Ende.

Ich finde Ausreden, schiebe es auf. Ich komme einfach nicht in die Gänge. Denn wenn ich es zu Ende bringen würde, könnte ich entweder scheitern oder erfolgreich damit sein. Und irgendwie ist beides beängstigend.

32. Ich weiß gar nicht genau, was ich will.

Gute Frage! Was will ich denn wirklich? Dadurch dass ich so im Außen danach schaue, mich anzupassen und es allen recht zumachen, habe ich den Kontakt zu mir selbst verloren.

33. Ich traue mich nicht, NEIN zu sagen.

Wenn ich NEIN sage, werde ich vielleicht weniger gemocht, geschätzt und akzeptiert. Vielleicht wird mir dann so gar die Zuwendung entzogen und ich verliere die Person. Außerdem ist das ja nicht so schlimm, meine Grenzen sind ja nicht so wichtig.

34. Ich verkaufe mich unter Wert.

Wenn ich über meine Arbeit rede, spiele ich meine Leistungen herunter. Ich trau‘ mich nicht, angemessene Preise zu verlangen.

35. In Wahrheit weiß niemand, wie ich denke und fühle.

Wenn ich wirklich erzählen, was ich so denke und fühle – oh weh, ich mag mir die Reaktionen gar nicht ausmalen. Und dann werde ich verletzbar, verwundbar – das ist gefährlich, nicht sicher. Lieber igele ich mich ein und lasse keinen hinter meinen Kokon sehe.

36. Ich bin mir selbst gar nicht mehr sicher, was ich wirklich denke und fühle.

Ich bin so tief in meinen Kokon gekrochen, dass ich mich selbst vergessen habe und gar nicht weiß, was ich genau denke und fühle.

37. In Wahrheit vertraue ich keinem.

Menschen, an mich heranzulassen, fällt mir unglaublich schwer. Und ich frage mich, was wollen diese Menschen von mir – welchen Hintergedanken haben sie? Welchen Nutzen kann ich ihnen bringen? Da ich ihnen ja nicht die Chance gebe, mich wirklich kennenzulernen, können sie auch nicht wirklich meinetwegen meine Gesellschaft wollen.

38. Ich habe Angst, Menschen zu enttäuschen.

Andere haben Erwartungen an mich. Was ist, wenn ich sie nicht erfüllen kann? Wenn ich sie enttäusche? Dann wage ich es lieber nicht. Im Carpool-Video (ich liebe diese Videos) sagte Barbra Streisand, dass sie u. a. aus dem Grund lange nicht aufgetreten ist – aus Angst, andere zu enttäuschen.

39. Ich erlaube es mir, nicht in meiner ganzen Kraft & Macht zu sein.

Wenn ich in meiner ganzen Kraft bin, bin ich „zu viel“. Das muss ich deckeln. Das habe ich so gelernt. Das darf einfach nicht sein.

40. Was ich mache oder sage, ist eh falsch, dann lasse ich es lieber gleich.

Ich bin ein Fehler, an mir ist alles falsch. Ich kann nichts richtig machen. Ich kann nur versuchen, es allen recht zumachen. Aber selbst das gelingt mir nicht immer.

41. Ich schlucke alles herunter.

Bevor ich den Mund aufmache und mich beschwere oder mir anmerken lassen, dass ich verletzt oder enttäuscht bin, muss schon ganz viel passieren. Lange Zeit gebe ich mich äußerlich gelassen, während ich innerlich zerbreche.

42. Ich bin nicht interessant.

Meine Gedanken, meine Ideen sind nicht interessant genug. Wen soll das denn interessieren?

43. Ich übernehme die Verantwortung.

Es ist mein Job, das alles läuft (Familie, Beruf etc.). Ich kümmere mich um alles und ich habe das Ruder in der Hand. Ich brauche diese Verantwortung, das Gefühl unersetzlich sein, ohne mich geht nix – sonst fühle ich mich wertlos.

44. Das steht mir doch gar nicht zu.

Ich habe doch kein Recht, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, mehr Zuwendung zu erhalten, mehr Geld zu verdienen, besser behandelt zu werden. Nein, das bin ich nicht wert.

45. Ich bin noch nicht so weit.

Ich muss erst besser qualifiziert sein, meine Homepage aufgebaut haben, abgenommen haben – blablablabla. Ich suche und finde Ausreden, um in meinem Kokon zu bleiben – für die vermeintliche Sicherheit verrate ich meine Sehnsüchte & Träume.

46. Ich bin ein Außenseiter.

Manchmal fühle ich mich wie ein Alien inmitten aller Menschen. Ich gehöre nirgends dazu.

47. Ich muss besonders sein.

Ich muss etwas Besonderes machen, um die Aufmerksamkeit & Zuwendung zu bekommen. Aber ich fühle mich gar nicht besonders. Ich lasse mir etwas besonders Trickreiches einfallen.

48. Ich fühle mich einsam.

Ich fühle mich manchmal so verloren und so allein. So richtig nah an mich ran lasse ich niemanden aus Angst vor Zurückweisung, Ablehnung oder Enttäuschung. Das macht einsam.

49. Ich darf anderen nicht zur Last fallen.

Wenn ich Hilfe brauche, beiß‘ ich mir auf die Zunge. Das zeige ich und verrate ich niemanden. Schließlich bin ich doch froh, wenn überhaupt Menschen für mich da sind. Da darf ich sie nicht beanspruchen für mich. Außerdem komme ich schon alleine klar.

50. Ich kann machen, was ich will – es ist nie genug.

Ich habe strenge Maßstäbe & Regeln für mich und auch für andere. Es ist fast unmenschlich, diese ganzen Erwartungen zu erfüllen. Ich bin hart und härter zu mir selbst.

Puuuuuuh…. Eine ganz schön lange Liste, gell?

Wie oft hast du still und heimlich genickt? (du brauchst es mir nicht zu verraten!)

Du bist nicht alleine damit!

Ich kenne diese Gefühle & Gedanken auch selbst nur zu gut. Und meine Kunden auch.

DOCH wir sind nicht mit diesem Gefühl zur Welt gekommen. Kein Baby fragt sich, bin ich gut genug? Darf ich schreien? Darf ich die Aufmerksamkeit auf mich ziehen? Darf ich etwas für mich fordern, wenn ich Hunger habe? KEINES! Auch du hast nicht gezweifelt als Baby.

Irgendwann, irgendwo in unserem Leben haben wir angefangen, Botschaften einflussreicher Erwachsener um uns herum aufzusaugen – von unseren Eltern und Betreuern und unseren Lehrern in der Schule sowie auch von unseren Geschwistern, Kollegen und von denjenigen, die uns in der Schule ärgern … Wir beginnen damit, uns mit anderen zu vergleichen, wir beginnen, uns anzuzweifeln, wir fürchten Ablehnung, Demütigung, wir fürchten Versagen, wir fürchten, dass wir nicht klug genug sind, nicht gut genug aussehen, nicht groß genug sind, nicht interessant genug, nicht cool genug …. Einfach nicht genug!

Welche Nachrichten du auch immer in deiner Kindheit erhalten, du kamst in diese Welt aus einem Grund … Und der Grund ist, dass du einzigartig bist, voller besonderer Talente und Fähigkeiten und du genug bist. Du warst genug, du bist genug und du wirst immer genug sein.

Das ist dein Geburtsrecht! Hol es dir zurück! Ich stehe dir gerne dabei zur Seite. Vereinbare jetzt dein kostenfreies Gespräch und wir lösen diese 50 Shades of Selbstzweifel mit Rapid Transformational Therapy auf. Keine Sorge, wir brauchen auch nicht 50 Sitzungen dafür ;-).Hier geht es zu meinem Kalender!