Impostor-Syndrom, Hochstapler Syndrom, Selbstbewusstsein, Selbstwert, Erfolg, Business, Versagensängste

Überwinde dein Impostor-Syndrom mit diesen 5 simplen Schritten

Was das Impostor-Syndrom ist und wie es dein Leben beeinflusst, findest du hier im ersten Artikel meiner Impostor-Serie. Heute zeige ich dir 5 Wege, wie du es überwinden und dich von dem Impostor-Dämon befreien kannst. Doch bevor wir uns damit beschäftigen, schauen wir erst, woher es kommen könnte. Dann findest du den passenden Ansatz für dich leichter.

Hier sind die häufigsten Ursachen des Impostor-Syndroms kurz für dich zusammengefasst:

1.Unverdientes Lob

Wenn deine Eltern oder andere bedeutende Erwachsene in deinem Leben (ein Großelternteil, ein Freund der Familie, ein viel älteres Geschwisterkind) dir Anerkennung für Dinge gaben, von denen du dachtest, dass du kein Lob verdienst, hast du vielleicht das Gefühl bekommen, dass du ein Schwindler/Betrüger bist.

Wurde dir oft gesagt, dass du ein „gutes Mädchen“ oder „guter Junge“ bist? Wurdest du für deine Fähigkeiten als Sportler, deine künstlerische Begabung oder deine mathematischen Fähigkeiten gelobt, während du im Vergleich wusstest, dass du in diesem Bereich gar nicht so besonders bist?

Du hast dann angefangen, deine Leistung und Fähigkeit als Schwindel zu betrachten und so hat sich das Impostor Syndrom langsam aber sicher in dein Leben eingeschlichen.

2. Überhaupt kein Lob

Auf der anderen Seite, wenn du nie gelobt wurdest – auch nicht für etwas Beeindruckendes (wie z.B. eine Eins zu erhalten, die Hauptrolle im Schultheater zu ergattern, einen Preis zu gewinnen) -, hast du wahrscheinlich gelernt, dich selbst als unzureichend – als nicht genug- zu betrachten. Egal, was du machst, wie sehr du dich anstrengst, es reichte einfach nie.

Jeder, vom jüngsten Kind bis zum Erwachsenen, genießt und braucht Lob, um sein Selbstwertgefühl und seinen Sinn für Selbstwertgefühl zu fördern. Das Erhalten von unregelmäßigem Lob oder gar keinem kann zu tiefer Unsicherheit führen, die du dann in der Folge nur sehr schwer wieder los wirst.

3. Du hast es dir nicht verdient

Wenn du als Kind mit Sätzen wie „Dein Bruder verdient es, vorne zu sitzen, weil er seinen Spinat gegessen hat und du nicht“ oder „Du verdienst kein Dessert, weil du dein Zimmer nicht aufgeräumt hast“ diszipliniert wurdest, bist du wahrscheinlich auf die Idee gekommen, dass du es einfach nicht verdienst, dass du es nicht wert bist.

Wenn die Idee des Verdienens direkt mit der Bestrafung verbunden ist, hat es dein Verständnis dafür, was es bedeutet, wirklich etwas zu verdienen, auf den Kopf gestellt…… Und dich darauf programmiert, dass du im Endeffekt gar nichts verdient hast.

4. Schubladen

Wenn du mit Geschwistern aufgewachsen bist, hast du dich vielleicht mit einer bestimmten Rolle in der Familie identifiziert, wie die „Kluge“, die „Sensible“, die „Starke“ und so weiter. Die Gefahr dieser Familienetiketten besteht darin, dass sie schwer zu verlieren sind, selbst wenn du dich veränderst. Es ist schwer, aus diesen Schubladen herauszukrabbeln.

Es kann zu tiefen Selbstzweifeln führen, wenn die persönliche Sichtweise des Einzelnen auf sich selbst nicht mit dem übereinstimmt, wofür er immer definiert und anerkannt wurde.

Wenn dir z.B. das Lernen im Vergleich zu deinen Geschwistern immer leicht fiel, wurden deine Leistungen nicht so anerkannt. „Dir fliegt das ja so einfach zu!“. Das könnte dazu beitragen, dass du daran zweifelst, wie klug du tatsächlich bist.

TIPP

Auch wenn es vielleicht unangenehm ist, schau hin, wie deine Erziehung deinen Selbstwert beeinflusst hat.

Werfe einen Blick darauf, wie deine Kindheit dazu beigetragen hat, an dir selbst zu zweifeln oder dich selbst zu kritisieren. Welche Gedanken und Glaubenssätze hast du für dich in dieser Zeit aufgestellt? Mit welchem der Punkte von oben kannst du dich identifizieren?

Übrigens, allein das Lesen dieses Artikels hilft dir, deine Denkmuster besser zu verstehen, was wiederum der erste Schritt ist, sie zu heilen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass das Aufbauen von Selbstwertgefühl wie ein Muskel ist. Niemand wird über Nacht selbstbewusster.

Wir sind die einzige Spezies auf dem Planeten mit Metakognition – die Fähigkeit, einen Gedanken zu haben und gleichzeitig den Gedanken zu beobachten.

Nutze diese Kraft.

Beobachte dich, tue so, als ob ein Kind oder ein Freund dir sagt, dass sie denken sie wären ein Hochstapler und ein Fake und verdienen gar nicht das, was sie im Leben erreicht haben Was würdest du als Antwort sagen? Du wärst wahrscheinlich voller Mitgefühl und Liebe.

Mach das für dich selbst. Und wiederhole es. Immer und immer wieder und immer wieder und immer wieder und immer wieder. So lange, wie es dauert, bis es sich ändert und du dich von den alten Mustern befreit hast.

Um diesen ganzen Prozess zu beschleunigen und dich dabei zu unterstützen, zeige ich dir hier 5 Möglichkeiten, das Impostor-Syndrom in Schach zu halten und zu überwinden:

  1. Achte auf deine Worte

Oft machen wir unsere Erfolge klein, in dem wir Dinge sagen wie: „Oh, es ist keine große Sache“, „Das war doch nichts“, „Ich bin doch kein Autor“.

Indem du deine Leistungen herunterspielst, machst du dich selbst klein. Hör auf damit.

  1. Nimm Lob an

Hör auf, Komplimente wegzuschieben. Komplimente oder Auszeichnungen für deine Arbeit anzunehmen, ist nicht egoistisch, ungeachtet dessen, was dir dein innerer Kritiker vielleicht sagt.

Wenn du das nächste Mal ein Kompliment bekommst, verinnerliche es einfach als Tatsache.

Wenn dir zum Beispiel jemand zur Abschluss eines Geschäfts gratuliert, akzeptiere es mit den Worten: „Danke! Ich bin froh, dass sich die ganze harte Arbeit gelohnt hat“ oder „Danke! Ich bin wirklich glücklich.“

Das reicht. Lächle und sag Danke. Es gibt keinen Grund, mit einer ausführlichen Erklärung darüber zu beginnen, dass du die Frist kaum eingehalten konntest oder es einfach nur Glück war.

Hör auf, mehr Informationen als nötig freiwillig zu geben, nur um deine Fehler aufzuzeigen, bevor es jemand anderes tut (denn das wird nicht passieren!).

  1. Benenne das Gefühl

Wenn dich die Angst erwischt, dass du ein Hochstapler bist, dass du nicht gut genug bist, dass dich bald jemand enttarnen wird, dann atme tief durch. Sag dir einfach: „das bin nicht ich! Das ist das Impostor-Syndrom“. So distanzierst du dich.

Das macht einen Riesenunterschied.

  1. Notiere deine Erfolge

Das wirkt vielleicht ein wenig selbstverliebt, aber genau darum geht es ja – sich selbst auch mal gut finden. Wenn die Zweifel wieder lauter werden, kann ein kleiner Blick in ein „Erfolgs-Tagebuch“ Wunder wirken. Schulische oder berufliche Erfolge, Komplimente – es empfiehlt sich, alle positiven Eindrücke über dich festzuhalten. Falls du mal wieder vergisst, wie gut du eigentlich bist, dein Tagebuch wird sich erinnern.

 

„Ich fühle mich manchmal noch immer wie ein Loser Kid in der Highschool und muss mich jeden Morgen daran erinnern, dass ich ein Superstar bin“ Lady Gaga.

  1. Teile deine Sorgen & Ängste

Es gibt Menschen in deinem Leben, die wollen, dass du gewinnst, dass du das Beste erreichst und sie sehen wie einzigartig und wie wundervoll du bist. Du nimmst dem Impostor-Syndrom die Kraft und die Macht, wenn du darüber redest.

In diesem Video erzählt der Ceo von Hewlett- Packard, dass er sich immer wie ein Hochstapler gefühlt hat – auch weil er keinen College-Abschluss hatte. In einem Interview erzählte er dann sein best gehütetes Geheimnis und der Artikel landete auf der Titelseite. BUM! An sich wollte er gar nicht zur Arbeit gehen, sich verkriechen und verstecken, da er ja jetzt enttarnt ist und der ganze Schwindel aufgeflogen ist.

DOCH was passierte?

NIX. NADA. NIENTE.

Es interessierte einfach keinen ;-).

Erlaube Menschen, deine Sorgen, deine Ängste, deine Geheimnisse zu sehen. Alles, was wir vor anderen versuchen zu verstecken, es geheim zu halten – wächst innerlich immer größer und wird immer bedrohlicher für uns. Wähle sie gut aus und dann lass es zu, dass sie dir alle die wahren liebevollen großartigen Sachen über dich sagen. Lass dich feiern, lass die Worte in dich hinein und dann…

…. DANKE!

 

Diese 5 Wege wirken zwar vielleicht wie sehr kleine Schritte, aber sie machen den größten Unterschied, den man sich vorstellen kann. Sobald du das Impostor-Syndrom erkennst, aufhörst dich selbst klein zu reden und bewusst damit beginnst, Komplimente und Erfolge einfach anzunehmen, wird sich dein Leben auf die schönste Art und Weise verändern.

Jeder kleine Schritt, jedes Danke, jedes Lächeln zählt.

Noch ein kleines Wort der Warnung zum Abschluss:

Welchem einem Ratschlag du auf keinem Fall folgen solltest, weil er deiner Veränderung absolut im Weg steht!

Fake it till you make it

Tu so als, ob du es schon kannst bzw. bist. Es ist ein beliebter Ratschlag, aber absolutes Gift für dich und genialer Nährboden für das Impostor-Syndrom. Du fühlst dich ja schon die ganze Zeit wie ein Betrüger. So zu tun als wärst du erfolgreicher als du bist, macht die Sache auch nicht besser. Denn du wirst nicht wissen, wann du dein Ziel erreicht hast, wann du es “geschafft hast”, weil du es in deinen Augen dank des Impostor-Syndroms ja sowieso nie erreichst.

Also vergiss “fake it til you make it” und besinn dich auf das, was du kannst und erkenne, was du kannst und was du schon erreicht hast. Sei stolz auf dich! Ich bin es auf jeden Fall, denn du hast es bis zum Ende dieses Artikels geschafft. Und ich bin mir sicher, dass du jetzt deinem Impostor-Syndrom den Kampf ansagst <3.

Danke!

Du möchtest noch ein wenig tiefer in das Impostor-Thema eintauchen? Dann lies hier meine anderen Artikel zum Thema:

Artikel 1: Hilfe – bin ich ein Hochstapler? Entdecke die 6 Zeichen des Impostor-Syndroms.

Artikel 3: Verschwendest du Zeit und Geld durch dein Impostor Syndrom?

Artikel 4: Experten-Tipps (coming soon)

PS: Manchmal ist sitzen die Ursachen sehr tief und es kann schwierig sein, alleine herauszufinden, woher dein Impostor-Syndrom genau kommt (und wie du es demnach loswerden kannst). Genau dabei unterstütze ich dich in meinen Hypnose Sessions.

Gemeinsam gehen wir tief in dein Unterbewusstsein, identifizieren woher es kommt und lösen es auch direkt dort auf, damit du dich endlich davon befreien kannst.

Klingt spannend? Dann lass uns reden! Buche dir hier ein kostenloses Gespräch mit mir und wir finden heraus, wie ich dir am besten dabei helfen kann! Ich freu mich, dich kennen zu lernen und gemeinsam dem Impostor-Syndrom die Luft aus den Segeln zu nehmen!

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