Selbstzweifel, Kritikermonster, Selbstsabotage, Autoimmunerkrankung

Wie dich die kleinen Kritikermonster attackieren

Die kleinen Kritikermonster und eine Autoimmunerkrankung sind nicht weit voneinander entfernt. Sie wirken ähnlich…langsam, schleichend und unkontrolliert. Doch mir ist in den letzten Wochen ganz deutlich klar geworden, dass muss nicht so sein!

Ich habe vor kurzem die Bestätigung meiner Autoimmunerkrankung bekommen. Während die Diagnose Lupus schon ein paar Jahre wie ein Damokles-Schwert über mir hing, hat es gedauert bis es wirklich bestätigt wurde. Und ganz ehrlich – zum richtigen Zeitpunkt!

Als ich es das erste Mal hörte, war ich am Boden zerstört und griff nach der Diagnose „unbestimmte Schuppenflechte“. Und ich behandelte die Ausschläge wie mein persönliches GPS- System. Je mehr Stress ich hatte, desto mehr reagierte meine Haut. Medikamente nahm ich gar nicht, Ärzte suchte ich nicht mehr auf – die sagten eh alle, Hände weg vom Cortison, cremen sie ein wenig.

Doch in letzter Zeit verstärkten sich die Symptome. Plötzlich gab es neue Stellen an den Beinen und auf dem Handrücken. Gerade der Handrücken ärgerte mich, alle anderen Bereiche konnte ich abdecken. Hinzu kam ich fühlte mich ständig müde, war gar nicht mehr so leistungsfähig. Und meine Hände und Beine schwollen bei Wärme noch mehr an als sonst. Mich plagten auch wieder mehr migräneartige Anfälle. Es ging mir nicht schlecht, aber es musste was geschehen.

Ich suchte einen Arzt und gleichzeitigen Heilpraktiker auf, der gleich sagte, das ist keine Schuppenflechte. Es ist eine Autoimmunerkrankung. Sie müssen die Ernährung umstellen und Medikamente einnehmen. Ich war zu müde, um Einspruch zu erheben und folgte seinem Rat. Inzwischen kann ich feststellen, die Symptome gehen zurück. Ich bin nicht mehr so müde, Kopfschmerzen sind seltener und die Haut schaut schon viel besser aus. Mit diesen Veränderungen kann ich auch die Diagnose annehmen. Es bewegt sich was.

Was ist jetzt eine Autoimmunerkrankung?

Der Einfachheit halber übernehme ich die Definition von Wikipedia

Autoimmunerkrankung ist in der Medizin ein Überbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe ist. Irrtümlicherweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper. Dadurch kommt es zu schweren Entzündungsreaktionen, die zu Schäden an den betroffenen Organen führen.

Und was zur Hölle hat das jetzt mit den kleinen inneren Kritikermonster zu tun?

Selbstzweifel oder die Kritikermonster agieren in deinem Mindset wie eine Autoimmunerkrankung. Sie sind ja nicht grundsätzlich schlecht, doch wenn sie überschießen, dann schießen sie gegen dich. Und du bekämpfst dich selbst, machst dich klein und kommst nicht in deine Kraft. Und es blutet mir das Herz, wenn ich sehe, wie viele Ideen nicht in die Welt getragen werden. Wie oft dem anderen nicht die wahren Gefühlen gezeigt werden. Wie oft Nein gesagt wird zu großartigen Chancen und Möglichkeiten. Wie oft keine Entscheidung getroffen wird und gezögert wird, bis sie von anderen getroffen wird. Dann werden die Selbstzweifel zur Selbstsabotage. Und diese schafft Inaktivität. Das ist nicht dein Fehler – es hat dir nur niemand gesagt, wie du damit umgehen kannst.

Der leise unbemerkte Einzug der Kritikermonster

Die kleinen Kritikermonster haben sich so still und leise bei uns eingeschlichen, dass wir uns ihnen oft gar nicht so bewusst sind. Sie werden zu tiefer liegenden Glaubenssätzen. Das ist wie die Nahrung bei meiner Krankheit. Ich war mir lange Zeit nicht bewusst darüber, dass ich bestimmte Nahrungsmittel nicht vertrage. Ich hatte nie heftige Symptome, die mich darauf hingewiesen hätten und für meinen Hautausschlag hatte ich auch eine andere Erklärung. Mir wurde es erst klar, als ich dazu angeleitet wurde, bestimmte Sachen wegzulassen. Ich bin in der Umsetzung der Ernährungsregel schon sehr konsequent, doch ich habe auch zwischendurch gesündigt. Doch gerade das Sündigen war sehr hilf- und lehrreich. Dadurch bemerkte ich die leisen Hinweise meines Körpers: das leichte Grummeln im Bauch, die plötzliche tiefe Müdigkeit nach dem Essen, die Veränderung der Haut. Doch ich wäre diesem niemals auf die Spur gekommen, wenn ich nicht den Schubs von außen bekommen hätte.

So ist auch mit den Kritikermonster. Manchmal kommt man ihnen nur auf die Spur durch den Schubs von außen. Die Selbstzweifel selbst zu verändern, ist eine schwierige Aufgabe. Man hat sich auch in seiner Welt vieles zurechtgelegt und das ist so logisch:

  • Ich habe dafür keine Zeit – ich bin zu beschäftigt.
  • Ich kann es mir nicht leisten.
  • Die Bedürfnisse der anderen gehen vor, ich stelle meine zurück.
  • Ich bin ja ganz zufrieden mit dem, was ich habe. In dieser Situation kenne ich ja alle Höhen und Tiefen – bei dem Unbekannten weiß ich ja nicht, was mich erwartet. Getreu nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.
  • Ich bin noch nicht so weit anzufangen. Ich weiß noch nicht genug.

Um diese Muster zu durchbrechen, kannst du versuchen, selbst daran zu arbeiten. Doch es ist ähnlich mühselig, wie sich selbst die Haare zu schneiden oder sich zu selbst zu kitzeln. Es ist viel leichter und viel schneller, einen Bullshit-Detektor an seiner Seite zu haben, der einen mit der Nase auf die Ausreden, auf die Selbstsabotage und auf die dahinterliegenden Selbstzweifel stupst. So kann dein Vertrauen wachsen.

Vertrauen ist Mut.

Und die Arbeit am Vertrauen ist die wahre Essenz meines Coachings: Vertraue dir selbst und stehe zu deinen Eigenheiten. Das innere Spiel bestimmt das Spiel im außen. Was ist dein Spiel?

Sich selbst vertrauen bedeutet zu wissen, wer man ist, was man schätzt und für welche Werte man steht, welche Sehnsüchte man hat und welche Bedürfnisse.

Wenn du dir selbst vertraust, vertraust du anderen. Deine Verbindungen werden tiefer.

Wenn du dir selbst vertraust, bist du produktiver und deine Arbeit geht dir leichter von der Hand.

Wenn du dir selbst vertraust, bist du selbstbewusster. Du brauchst dich nicht mehr mit anderen zu vergleichen oder deine Entscheidungen und dein Tun anzuzweifeln.

Wenn du dir selbst vertraust, kannst du dich mehr hingeben. Du kannst dich entspannen und die Leichtigkeit spüren.

Wie würden sich alle Bereiche deines Lebens ändern, wenn du dir selbst vertraust?

Wie könnten dein Körper, deine Träume, deine Entscheidungen, deine Ziele davon profitieren?

Wie könnte es die Beziehung mit deinem Partner verändern?

Wie könnte sich deine Einstellung zu Geld verändern?

Wie würde es sich auf deinen Job und deine Karriere auswirken?

Wie würde es die Erziehung und die Beziehung zu deinen Kindern verändern? Und was könntest du ihnen damit auf ihren Weg mitgeben?

Wie würdest du dich dann in sozialen Aktivitäten fühlen, wenn du dir selbst vertraust?

Bist du bereit, deine Kritikermonster herauszufordern und mit deinem Schmetterling zu flüstern? Dann freue ich mich, mit dir gemeinsam am 26.02.2017 in die Challenge zu starten.

Veronika

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