Selbstzweifel, Angst, Flucht, Kampf, Transformation, Selbstsabotage

Selbstsabotage: Warum Veränderungen scheitern

Eine Hürde auf dem Weg raus aus dem Kokon ist die Selbstsabotage. Du hast einen Schritt aus deinem Kokon gemacht. Eine mutige Entscheidung getroffen, dich gezeigt, dein Angebot präsentiert. Endlich! Und tatsächlich ist dann auch das eingetreten, was du dir so gewünscht hast. Doch plötzlich passieren andere Dinge, die dich verunsichern. Und deine gewünschte Veränderung droht zu scheitern.

Die Selbstsabotage beginnt

Meine Kunden berichten mir oft, dass plötzlich die Menschen anders auf sie reagieren. Dass sie sich plötzlich mit negativen Äußerungen oder Kritik konfrontiert sehen oder dass sich manche Menschen von ihnen abwenden. Oder andere schwierige Situationen auftreten. Der erste Impuls ist dann oft, was ich habe falsch gemacht? War das wirklich richtig? Und schon fängt der Selbstzweifel-Modus wieder an. Am liebsten wieder zurück in den Kokon – alles rückgängig machen.

Bitte, bitte mach jetzt nicht den Fehler und verkrümel dich wieder in deinen Kokon.

Sondern schau ganz genau, was da passiert.

Anzeichen für deine Selbstsabotage

Mit dem Entschluss, dich aus deinem Kokon zu wagen, hast du einen Anfang gemacht. Und wahrscheinlich hast du dich erst ängstlich, dann mutig und glücklich zufrieden. Alles ist an seinen Platz gefallen. Es hat funktioniert. Doch dann taucht plötzlich dieser dicke fette Brocken auf, der dich ausbremst. Und deine Kraft und Energie sinkt. Du fragst dich vielleicht, ob du gut genug oder ob du liebenswert genug bist. Dieses Gefühl ist blöd und fühlt sich gar nicht gut an. Aber ganz ehrlich, es ist auch ein gutes Zeichen. Denn du bist auf dem richtigen Weg raus aus deinem Kokon. Solche Gedanken und Gefühle regen sich im Herzen vieler, die auf dem besten Wege sind, raus aus ihrem Kokon zu gehen. Aber plötzlich ist da dieser fette dicke Brocken mit dieser Frage, bin ich gut genug – schaffe ich das wirklich.

Eine kleine Geschichte aus meinem Leben

Ich habe gerade mit einer neuen Angestellten einen Arbeitsvertrag gemacht. Nach langer langer Suche habe ich genau die richtige Person gefunden. Um mich zu entscheiden, brauchte ich Mut und Vertrauen. Mein Herz hüpfte vor lauter Freude und ich folgte meinem Herzen. Nach dem die Entscheidung gefallen war, passierten lauter Stolpersteinchen. Meine andere Angestellte geriet in Sorge über ihre Arbeit, die Patienten für die neue Angestellte bekamen plötzlich keine Verordnung mehr. Ich merkte, wie meine Selbstsabotage einsetzte, dass geht nicht gut, das schaffst du nicht.

Zum Glück kenne ich mein Gedankenkarussell schon ganz gut. Es ist ein Begrenzungs- Problem. Es tritt immer dann zu Tage, wenn wir etwas wagen und dann dieses in uns hören „so gut darf es gar nicht laufen“. Und schwupps legt sich dieser Begrenzungs-Schalter um und man sucht nach den Beweisen im Innen und im Außen.

Und ich habe gemerkt, da plökt gerade mein Begrenzungs-Schalter um und ich stoße an eine neue Kokon-Wand. Ich kann mich entscheiden, zumachen oder aufbleiben?

Ich habe tief durchgeatmet. Mehrmals. Ganz tief einatmen und tief ausatmen. Den Atem einströmen lassen und dann abgeben. Den Kopf leermachen. Und mein Herz fragen. Mein Herz hüpfte noch bei dem Gedanken an eine neue Angestellte und noch mehr Raum für Coachings zu haben.

Also habe ich die Dinge geordnet, die Sorgen meiner Angestellten besänftigt, meinen Patientenstamm durchgeschaut und Alternativen gefunden und plötzlich war sie wieder da – diese Gewissheit und das Vertrauen, es ist leicht – es ist möglich. Und in dem Moment haben die Patienten auch wieder neue Verordnungen bekommen. Und alles fiel an seinem richtigen Platz.

Oft denken wir, dass wir, wenn wir uns endlich aus dem Kokon wagen, unser Mut sofort belohnt wird. Wenn neue Schwierigkeiten auftauchen, denken wir, wir haben halt nicht alles gegeben, sind noch nicht bereit, sehen es als Bestätigung, dass wir nicht genügen. Oder begeben uns in die Opferrolle, dann ist es halt für mich nicht bestimmt. Die Selbstsabotage nimmt ihren verhängnisvollen Verlauf.

Bitte, bitte gib nicht auf!

Es ist nur dein Begrenzungsschalter, den du dir unbewusst selbst auferlegt hast. Und es liegt an dir, deine Begrenzung zu erweitern, größer zu werden, dich zu entfalten, mehr Raum einzunehmen.

Mir hilft dabei sehr zu wissen, was in mir so geht. Neurophysiologisch – ich gestehe, dass ist meine kleine Leidenschaft. In dem Moment, wo du dich aus deinem Kokon wagst, passiert folgendes:

Der Hirnstamm: meldet Veränderung – huch, das ist neu! Das kann gefährlich sein. Ich hätte gerne wieder mein altes Muster zurück. Das ist sicher.

Der Cortex: Der Sitz von Logik und Bewusstsein. Hier werden Entscheidungen gefällt und das Verhalten gerechtfertigt. Der Cortex bringt den Sinn in unsere Erfahrungen

Das limbische System: ist zuständig für die Emotionen und gleicht den Konflikt zwischen Hirnstamm und Cortex aus.

Beispiele gefällig?

Spielen es mal an dem Beispiel meiner neuen Mitarbeiterin durch :-). Die Phase von der Bewerbung bis zur Einstellung – auf welche Art und Weise ich selbst die Veränderung scheitern lassen könnte.

1. Variante

Hirnstamm: Friert ein, Atem anhalten, Anspannung im Bauch

Limbisches System: lädt Angst

Cortex: findet die passende Aussage. Ich muss noch darüber nachdenken, das kann ich nicht sofort entscheiden.

2. Variante

Hirnstamm: Oha, Grummeln im Bauch, Attaaaacke – Kampfmodus

Limbisches System: lädt Wut

Cortex: Sie möchte viel zu viel Geld. Das kann ich mir nicht leisten.

3. Variante

Hirnstamm: Fluchtmodus

Limbisches System: lädt Angst und Nervosität

Cortex antwortet: Ich bin jetzt noch nicht so weit. Das muss ich noch mit anderen besprechen. Ich glaube einfach, jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt

Und schwupp ist der Begrenzungsschalter umgelegt. Und das ist oft der Grund, warum Veränderungen scheitern. Egal, ob du abnimmst oder dich aus dem Kokon wagst. Das Anwenden von Strategien und Ratschlägen bringt eine kurzfristige Veränderung. Nämlich bis der Hirnstamm merkt … Hui, hier passiert was! Achtung! Veränderung! Das ist nicht gut, wir sind nicht sicher. Das limbische System lädt Angst, Nervosität und Anspannung. Und der Cortex findet die passende Begründung, die Veränderung nicht weiterzuverfolgen. Die Selbstsabotage hat eingesetzt. Und als i-Tüpfelchen kommen danach Gefühle wie Schuld und Scham hoch, weil man dann versagt hat – es nicht durchgezogen hat. Und dann beschuldigt man sich selbst oder findet einen anderen „Schuldigen“.

Deswegen ist es mir in meinen Coachings auch so wichtig Strategien mit dem Mindset – mit der Einstellung – zu verbinden. Denn nur wenn auch alle Bereiche im Gehirn grünes Licht geben, ist wahre Transformation möglich. Bist du den Tanz mit deinem Kokon leid? Ein Schritt vor und ein bis zwei Schritte zurück? Buche hier dein kostenfreies Erstgespräch.

Nichts liegt mir mehr an meinem Herzen als mit dir deinen Kokon zu knacken, mit dir deinen wunderschönen Schmetterling zu entfalten und die Welt ein weniger schöner machen. Weil die Welt einfach dich braucht und zwar in deiner ganzen Schönheit und in deiner ganzen Pracht.

Kennst du den Tanz raus und rein in den Kokon? Wie geht es dir damit? Was sind deine Erfahrungen und Tipps? Ich freue mich auf eine spannende Diskussion mit dir.

 

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