Gastartikel „…und plötzlich fühle ich mich so leer!“ Energievampire 2

Der folgende Gastbeitrag von Petra Manthey-Petersen gibt Tipps zum Umgang mit Energievampiren. Ich freue mich sehr, dass Petra Dir und mir diesen schönen Beitrag geschenkt hat. Der Leser erfährt, wie er Energievampire erkennt, wie und ob er den Zusammenprall mit den Energievampiren verhindern kann, und was er im konkreten Fall für sich selbst tun kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang von hochsensiblen Menschen mit Energievampiren.

„…und plötzlich fühle ich mich so leer!“

Tipps zum Umgang mit Energievampiren – (nicht nur) für hochsensible Menschen

 

Jeder von uns kennt diese Sache mit der Energie. An manchen Tagen sind wir energiegeladen, könnten Bäume ausreißen, und irgendwie wird uns nichts zu viel. An anderen Tagen quälen wir uns mehr von Ort zu Ort und bekommen eigentlich nichts so richtig gebacken – energielos halt. Und dann gibt es so Tage, an denen sind wir gut drauf, voller Energie, und „plötzlich“ fühlen wir uns leer, energielos, schlapp. Rückblickend stellen wir dann vielleicht fest: es begann in einer bestimmten Situation. Zum Beispiel: Die Freundin ruft an, nach dem Gespräch fühlst du dich eigenartig müde und ausgelaugt. Oder: Du bist gut gelaunt bei der Arbeit, die Kollegin kommt herein, und wenn sie fünf Minuten später geht, bist du zu keinem klaren Gedanken mehr in der Lage. Oder: Du bist bei Freunden auf einer Party, unterhältst dich mit einem der Gäste, danach bist du so fertig, dass du am liebsten gleich gehen würdest.

Was ist bloß passiert?

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du mit einem sogenannten Energievampir oder Energieräuber zusammengetroffen bist. Das sind Menschen, die es irgendwie schaffen, unsere eigene Energie „anzuzapfen“ oder „wegzusaugen“. Das tun sie natürlich nicht, indem sie einen Schlauch anlegen oder so etwas, sondern es geschieht subtil, fast unbemerkt. Was wir merken, ist das Ergebnis, dass wir ins eben leer und energielos fühlen.

Warum betrifft es gerade hochsensible Menschen?

Jeder Mensch kann „Opfer“ eines Energievampirs werden. Aber ich behaupte mal, dass hochsensible Menschen hierfür besonders anfällig sind.Warum ist das so?

Hochsensible oder hochsensitive Menschen (HSP) haben, kurz gesagt, im Gegensatz zu nicht Hochsensiblen einen viel durchlässigeren Filter gegenüber Außenreizen. Das bedeutet u.a., ein HSP hat eine stark differenzierte Wahrnehmung und nimmt häufig sämtliche Stimmungen anderer Menschen aus der Umgebung wahr. Bin ich mir dessen nicht bewusst, habe ich die Tendenz, mit meiner Aufmerksamkeit stark im Außen und sehr offen für alles zu sein. Die starke Empathie eines HSP lässt ihn z.B. das Leid des anderen mitfühlen und miterleben.So fühlen sich die Sorgen und Nöte meines Gegenübers an, als wären es meine. Ein HSP beachtet die Bedürfnisse anderer Menschen oft stärker als seine eigenen und fühlt sich entsprechend oft verantwortlich für die Gefühle des Gegenübers.Wenige HSP haben gelernt, sich gut gegenüber den vielen Reizen und generell anderen Menschen abzugrenzen.

Und genau hier kann der Energievampir „andocken“.

Wer oder was sind Energievampire, wodurch zeichnen sie sich aus?

Ein Energievampir ist ein Mensch mit einem niedrigen eigenen Energielevel. Meistens ist ihm das gar nicht selbst bewusst, das heißt, auch seine vampirischen Handlungen sind ihm gar nicht bewusst. Dadurch, dass er unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, zieht er an unserer Energie und füllt quasi seinen eigenen Tank damit wieder auf.

Dauernörgler, Pessimisten, Narzissten und Menschen, die um jeden Preis im Mittelpunkt stehen wollen, sind Energievampire. Jemand, der ständig eine Gegenmeinung hat, immer ein „ja, aber“ auf den Lippen, ohne wirklich etwas verändern zu wollen, zieht an unserer Energie. Ein Energieräuber weigert sich, Verantwortung zu übernehmen für sein eigenes Tun und seine eigene Situation. Viel lieber macht er uns ein schlechtes Gewissen, jammert herum oder bevormundet uns sogar. Und auch das Lästern über andere kann ganz schön Energie kosten.

Welche Folgen hat das?

Wenn du immer wieder in derartige Situationen mit Energieräubern kommst, kostet dich das Energie, die dir selbst nicht mehr zur Verfügung steht. Ständig mangelnde Energie führt jedoch früher oder später zu Stress mit den typischen Symptomen. Das können Muskelverspannungen sein (weil wir im Zusammensein mit dem Energievampir dauernd angespannt sind), Kopfschmerzen nach der Begegnung, Kloß im Magen, Leere im Kopf, Konzentrationsschwierigkeiten, Niedergeschlagenheit (weil wir das Leid des anderen schultern). Zusätzlich kann es uns schlaflose Nächte kosten, uns insgesamt nervös machen und zu allgemeinem körperlichen Unwohlsein führen.

Jedes einzelne Symptom für sich genommen, kann natürlich auch andere Ursachen haben und ist noch kein Grund, nach einem Energievampir zu suchen. Wenn es sich aber häuft (besonders im Zusammenhang mit bestimmten Menschen), du immer seltener entspannst und dich immer öfter in diesem Zustand der „Leere“ wiederfindest, kann es Deinem Körpersystem, wie jede andere andauernde Stresssituation auch, Schaden zufügen. Und auch Deine Seele wird in Mitleidenschaft gezogen. Ich behaupte sogar, dass solch eine Situation gerade für einen HSP den Weg in einen Burnout, also einen totalen Erschöpfungszustand ebnen kann.

Was ist also zu tun?

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  • Als erstes ist es wichtig, die Energieräuber zu erkennen. Damit du dich dann zurückziehen oder andere Gegenmaßnahmen ergreifen kannst. Bei welchen Menschen fühlst du dich merkwürdig unwohl, oder nach der Begegnung wie ausgelutscht und schlecht drauf? Wo in deinem Leben gibt es Menschen, die dauernd nörgeln, dir die Ohren volljammern, permanent alles schlecht reden? Wohlgemerkt: es ist der Dauerzustand, der den Hinweis gibt. Jeder von uns jammert und klagt und nörgelt mal, ohne gleich ein permanenter Energievampir zu sein.

Für den HSP wichtige Lern- und Übungsaufgabe: Übe dich darin, ein Gespür dafür zu haben, welche Botschaften, Emotionen und Gefühle in der Situation tatsächlich deine eigenen sind, und welche du gerade von deinem Gegenüber mit übernimmst.

  • Wenn du den Vampir erkannt hast, versuche, den Kontakt mit ihm zu meiden. Je weniger du auf ihn triffst, desto entspannter kannst du sein J . Leider wird das nicht immer gehen, denn wenn es ein Arbeitskollege ist oder ein Familienmitglied, trifft man wohl oder übel immer wieder aufeinander. Dann müssen andere Maßnahmen her.
  • Begrenze die gemeinsame Zeit, wo es geht. Sei möglichst nicht allein mit dem Energiesauger. In der Gruppe wird es ihm schwerer fallen, bei dir anzudocken.
  • Halte ihn dir auf Abstand. Beginnt er zu klagen, geh nicht darauf ein. Fragt er dich um Rat, sage ihm du hättest keinen. Er nimmt ihn ja sowieso nicht an! Erzähle nicht von dir, weil du ihm dadurch eine weitere Tür zu deinem Energietank öffnen würdest. Bleib oberflächlich und vor allem: biete ihm keine Hilfe an! Der Energievampir will nicht sich und nicht seine Situation verändern. Er wird deine Hilfsbereitschaft ausnutzen, und du bleibst leer zurück.

Wichtig an dieser Stelle für den HSP: Lerne „Nein!“ zu sagen! Übe dich darin, klare Grenzen zu setzen und diese auch einzuhalten. Es ist nicht immer leicht, die Reaktionen darauf auszuhalten, aber es ist lebensnotwendig. Widerstehe dem Drang, helfen zu wollen!

  • Sorge gut für dich selbst, für Deinen Körper, Deinen Geist und Deine Seele. Tanke auf bei einem guten Buch, in der Badewanne, beim Sport. Was immer für dich richtig ist.

Besonders für HSP: Nimm dir Zeit für dich! Um deinen inneren Filter zu reinigen, deine Nerven zu putzen und immer wieder bei dir selbst anzukommen. Permanente Reizüberflutung ist für niemanden gut, aber als HSP kommt man eben viel schneller an diesen Punkt.

  • Umgib dich mit positiven, lebensfrohen Menschen. Durch den Austausch mit ihnen findest Du Kraft und Motivation und Freude am Leben. Du kannst viel geben und bekommst immer auch etwas zurück.

Schlussendlich kannst du die Begegnung und das Erleben mit einem Energievampir auch als eine Art „Lernaufgabe“ für dich selbst verstehen. Dein Selbstvertrauen und dein Selbstverständnis können daran wachsen, wenn du dir bewusst machst, was da gerade passiert, und lernst, auf neue Art mit solchen Energiesaug-Situationen umzugehen.

So dass du am Ende des Tages sagen kannst:

„… und plötzlich fühle ich mich randvoll mit all den guten Dingen, die mir widerfahren sind!“

 

PetManPet

Petra Manthey-Petersen, Webseite

Wege–Begleiterin und Coach

Durch die Natur zu sich selbst!

Meine Aufgabe sehe ich darin, Menschen auf dem Weg in ihr ganz eigenes Leben zu begleiten. Vielleicht gingen die Ziele verloren, vielleicht stellten sie plötzlich fest, dass nie eigene Ziele da waren. Es gibt so viele Gründe, aus dem Gleichgewicht zu geraten, wie es Menschen gibt.

 

 

Bilder: unsplash.com/Sunset_girl, fotovika – Fotolia

41 Kommentare, sei der nächste!

  1. Oh ja, das kenne ich nur zu gut! Gerade auch das Gequatsche und Getratsche im Büro wird gerne zu Nörgeleien genutzt. Hilfe wird nicht an-, Verantwortung nicht übernommen. Und nach kürzester Zeit mit diesen Energievampiren ist man selber total platt.
    Ich habe schon erlebt, dass eine langjährige Freundschaft einer Bekannten daran zerbrochen ist. Unterm Strich muss man gut auf sich selbst achten und sorgsam sein. Auf Dauer muss man sich von den Energievampiren fern halten. Auch wenn das heißt eine Freundschaft zu beenden…

    1. Liebe Andrea
      das Nörgeln auf der Arbeit untern Kollegen ist auch ein wirklich wichtiger Punkt, der einem, die Arbeit sehr erschweren kann. Das kenn ich aus eigener Erfahrung (und ich war nur 2 Jahre Angestellte) – aber das war auch ein wichtiger Grund, mich selbstständig zu machhen. Wenn Freundschaften zerbrechen ist das sehr schmerzhaft, aber wie Du schon sagst – man muss auf sich selber achten.
      Von Herzen liebe Grüße und bis bald
      Veronika

    2. Hallo Andrea,
      das Thema „Freundschaft beenden mit dem Energievampir“ kenne ich leider auch aus eigener Erfahrung. Mir hat der Gedanke geholfen, dass eine Freundschaft in meinem Sinne auf Augenhöhe, auch im Hinblick auf Energieaustausch, sein soll. Und wenn es das nicht ist, ist es traurig, aber sinnvoll, dies mit gutem Gewissen zu beenden.
      Beste Grüße
      Petra

  2. Liebe Veronika, liebe Petra!

    Danke für diesen energiegebenden Artikel!

    Ja, diese „Energievampire“ können sich manchmal in unser Leben schleichen und auch ziemlich vehement verweilen. Ich merke es mittlerweile recht schnell wenn ich so einen Menschen vor mir habe (der natürlich nicht anders kann) und distanziere mich sehr schnell von ihnen.

    Zuvor mache ich aber noch den Test und sage :“ Stop, das wird mir jetzt echt zu viel, was gibt es positives in deinem Leben?“ Dann treffe ich meine Entscheidung, ob ich gehe oder bleibe.

    Ein schönes Zitat in dem Kontext ist für mich:

    Wir sind der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. (ein guter Check um herauszufinden wer das ist, ist ein Blick auf das Protokoll unserer Anrufliste).

    Mithilfe eines regelmäßigen Checks weiß ich, wo ich mich gerade emotional befinde.

    Alles Liebe,
    Michaela

    1. Liebe Michaela
      die Idee mit dem Test finde ich sehr schön – das eröffnet Möglichkeiten.
      Das Zitat mit dem Durchschnitt der 5 Menschen kannte ich, die Idee mit der Anrufliste finde ich großartig.

      Von Herzen liebe Grüße und bis bald
      Veronika

    2. Liebe Michaela,

      diesen Satz finde ich klasse „Stop, das wird mir jetzt echt zu viel, was gibt es positives in deinem Leben?” ! Das kann ein Gespräch in eine völlig neue Richtung drehen. Oder eben helfen. Es schnell zu beenden 😉
      Danke dafür!
      Herzlich,
      Petra

  3. Interessantes Thema, danke für den Denkanstoss! Besonders wertvoll finde ich den letzten Tipp: mich mit positiven Menschen umgeben, die mir Kraft geben. Dann haben die Vampire kaum eine Chance, denke ich 🙂

  4. Hallo Veronika,

    ja die lieben Energievampiere. Das ist ein Thema mit dem ich mich auch schon sehr stark beschäftigt habe, besonders weil ich eine sehr lange Zeit selbst einer war.

    Aber meine Erkenntnis ist eben, dass man sich von diesen eben nur aussaugen lässt, weil man es ja zu lässt.
    Man hat jederzeit die Wahl ob man dem aus dem Weg geht oder nicht. Man muss nur stark genug sein, auch „Nein“ sagen zu können, so wie es hier im Artikel erwähnt wird.

    Aber ich sag allen, die das hier lesen. Sagt auch wirklich mal nein. Ihr wird euch so befreit und frei fühlen, wenn ihr etwas macht, was euch selbst gut tut. Besonders dann, wenn man es selbst geschafft hat sich etwas gutes zutun und es nicht im außen sucht.

    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Dennis

    1. Lieber Dennis
      wow, ich ziehe den Hut vor Dir. Zu sagen, dass man mal ein Energievampir war, erfordert Mut und zeigt, dass Du eine Wandlung durchlebt hast.
      Danke, dass Du das „Neinsagen“ nochmal bestärkt hast und die Wichtigkeit hervorgehoben hast.

      Von Herzen liebe Grüße und bis bald
      Veronika

      1. Guten Morgen Veronika,

        ja ich habe eine Wandlung durchgemacht. Eine krasse Wandlung würde ich sogar behaupten.

        Wenn du wissen willst welche, dann geh auf mein Blog und such meinen ‚WARUM‘ Artikel.

        Und danke für dein Lob zu meinem Mut. Ich denke, wenn man sich selbst eingestehen kann, was an einem selbst nicht gut war, dann ist der Prozess der ‚Wandlung‘ erst wirklich vollzogen. Vor allem dann, wenn man sich mit dem neuen Ich, sich deutlich besser fühlt.

        Liebe Grüße,
        Dennis

        1. Lieber Dennis
          so jetzt habe ich auch Dein Warum gelesen. Du bist wirklich sehr mutig und schonungslos ehrlich zu Dir. Es freut mich sehr für Dich, dass Du Dein neues ICH gefunden hast. Danke für Deine Kommentare und Deinen Artikel.

          Von Herzen alles Liebe und bis bald
          Veronika

    2. Moin Dennis,

      Nein sagen ist super wichtig! Fällt vielen echt nicht leicht, wir wollen ja auch nett und freundlich sein 😛 . Und damit ich es kann, muss ich erst mal mitbekommen, was eigentlich in der Situation gerade passiert.
      Was meinst Du, kann man auch als Energievampir selber nein sagen, wenn man merkt, dass man gerade „saugt“?

      Lieben Gruß aus Bremen
      Petra

  5. Toller Artikel! Er trifft den Nagel auf den Kopf 🙂

    Viele Menschen wissen ja gar nicht, dass sie hochsensibel sind und leiden sehr unter den „Energievampiren“.

    Auf den eigenen Körper hören und die eigenen Bedürfnisse kennen ist so wichtig…

    Alles Liebe,
    Mara

    1. Liebe Mara
      Herzlichen Dank für Dein Kompliment. Petra freut sich bestimmt sehr darüber (und ich freu mich über so eine tolle und liebe Gastautorin).

      Danke, dass Du nochmal betonst wie wichtig, die eigene Selbstwahrnehmung ist.

      Von Herzen liebe Grüße und bis bald
      Veronika

    2. Liebe Mara,

      wow, so ein Kompliment von einer hoch geschätzten Kollegin, freu! 🙂

      Mir ist es ein Herzensanliegen, das Thema HSP mehr unter die Leute zu bringen. Weil das Mich-Erkennen und in der Folge Auf-mich-Hören der Schlüssel zu ganz vielen Schwierigkeiten ist, mit denen Mensch sich so rumquälen kann.

      Herzliche Grüße
      Petra

  6. Ein wirklich sehr schöner Artikel.

    Energievampire lauern oftmals da – wo wir sie nicht vermuten.

    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, wenn wir auf unser Gefühl hören und vertrauen – bemerken wir sie recht schnell. Es ist nur nicht immer so leicht das auch anzunehmen, denn wie ich schon sagte – auch jemand den wir nicht dafür gehalten haben, kann ein solcher Energievampir sein.

    Ich nehme mir für diese Woche nun vor,
    intensiv auf mein Gefühl zu hören und mir Zeit für mich zu nehmen!

    Vielen Dank dafür.

    1. Liebe Nicole,

      das finde ich auch eine coole Idee, mal eine Woche lang gezielt auf Energievampir-Ausschau zu gehen! Ich hoffe, Du hast schon den einen oder anderen enttarnen können 🙂

      Herzlich
      Petra

  7. Wow,
    so tolle Kommentare zu meinem Gastartikel! Das Thema bewegt wohl viele von uns. Danke Euch, die Ihr kommentiert habt, und Danke Veronika, dass ich auf Deiner tollen Seite schreiben durfte 🙂
    Herzlich
    Petra

  8. Der Artikel gefällt mir sehr gut. Tolle Anregungen – auch in den Kommentaren.

    Es gibt Begegnungen nach denen ich tatsächlich bleiern müde bin.
    Und es gibt Begegnungen, die mir Energie geben, obwohl ich vorher bleiern müde war.

    Sehr faszinierend!

    Eine gute Freundin von mir sagte mal, das solche energieziehenden Beziehungen einer „High maintenance communication“ bedürfen. Diese Bezeichnung finde ich dazu auch ganz passend.

    Herzliche Grüße
    Sabine

  9. Hallo Petra,
    sorry, aber ich möchte dich wissen lassen, dass ich Bauchschmerzen kriege, wenn ich hier von den „Energievampiren“ und „Energieräubern“ lese.
    Du schreibst: „Das sind Menschen, die es irgendwie schaffen, unsere eigene Energie “anzuzapfen” oder “wegzusaugen”.“

    Es gibt natürlich Menschen, mit denen wir uns gelegentlich nicht sonderlich wohl fühlen, die viel Aufmerksamkeit beanspruchen, gern jammern oder schimpfen oder sonstwie anstrengend sind. Das ist keine Frage. Doch wenn ich Begriffe wie Energievampir und Energieräuber und Anzapfen und Wegsaugen verwende, unterstelle ich dem anderen eine bewusst böse Absicht. Diese Wörter stehen für aktive Handlungen.

    Jetzt könnten wir natürlich darüber diskutieren, wie sehr diese sog. Energievampire absichtlich tun, was sie tun. Doch das würde uns auch nicht weiterbringen. Ich finde, wir sollten solche abwertende Begriffe erst gar nicht verwenden. Viel hilfreicher finde ich es, uns auf uns selber zu besinnen:

    Wie können wir uns in schwierigen Situationen behaupten? Wie erkennen wir frühzeitig, wann es Zeit wird, sich verbal abzugrenzen und zurück zu ziehen. Wie das gehen kann, beschreibst du ja schon ansatzweise.

    Ich finde schwierige Situationen, in denen wir uns unwohl fühlen, sind immer eine Herausforderung, das eigene Kommunikations-Knowhow weiter zu entwickeln, aber bitte ohne abwertende Etiketten.

    1. Hallo allerseits – ich muss mich dem Kommentar von Karin Mager hier anschliessen. Diese Menschen werden mir hier viel zu negativ dargestellt. Immerhin kann ich doch jederzeit ein Gespräch beenden oder sagen, „mir wird das jetzt zuviel“.

      Wenn ich mich vor diesen Menschen nicht abgrenzen kann, dann hab ich doch eher ein Problem mit mir selbst. Da kann ich doch nicht andere für verantwortlich machen.
      Außerdem finde ich den Text widersprüchlich, einmal soll ich dem Vampir aus dem Weg gehen, dann soll ich bei einer Begegnung mit ihm, daraus lernen.
      Ich bin selbst HSP und kann nicht bestätigen das mich diese Menschen besonders „aussaugen“. Ich möchte als HSP auch nicht so in „Watte gepackt werden“. Ich bin doch ein ganz normaler Mensch, der mit solchen Lebenssitutionen ganz normal umgehen kann. Vielleicht sauge ich ja selbst andere Menschen aus und merke es gar nicht ??

      1. Hallo Iris,

        danke für Deinen kritischen Kommentar.

        Wie schon in meiner Antwort an Karin Mager gesagt, geht es mir im Artikel in erster Linie um Ansätze, wie ich als HSP mit kräftezehrenden Situationen umgehen kann. Nicht so sehr um die Beschreibung von Menschen, die das vielleicht auslösen können.

        Auch ich bin HSP, und ja, ich kann (meistens) Nein sagen und Grenzen setzen. Ganz viele Jahre (die längste Zeit in meinem Leben bisher) konnte ich das aber nicht. Und aus der Praxis weiß ich, dass viele andere Menschen das auch nicht unbedingt können (egal, ob HSP). Und für diese ist der Artikel geschrieben. Damit sie eben die Verantwortung für sich selbst übernehmen lernen. Wenn Du Dich nicht angesprochen fühlst, ist es doch gut für Dich! 🙂

        Im übrigen bin ich ganz bestimmt niemand, der einen hochsensiblen Menschen in Watte packt. Eher im Gegenteil.

        Und über die eigene Mutation zum Energievampir hat ja Veronika auch schon geschrieben, hier: http://veronikakrytzner.de/wenn-du-zum-energievampir-mutierst-tipps-zur-abhilfe/

        Beste Grüße
        Petra

    2. Hallo Karin,

      danke, dass Du Deine Bauchschmerz-Gedanken hier teilst!

      Auf ein Thema kann man ja aus verschiedenen Blickwinkeln schauen. Meine „Brille“ in diesem Fall war die „was kann ich machen-wenn-es-passiert-Brille“. Ein anderer Blickwinkel, den Du beschreibst, kann sein „warum tun Menschen das“.

      Da mein Fokus also nicht auf den „Auslösern“ liegt (auch dieses Wort könnte abwertend verstanden werden, so ist es aber nicht gemeint), stelle ich diese bewusst plakativ und undifferenziert dar. Mir geht es darum, mit den Begriffen, die ich verwende, ein Bild für die Situation zu malen, auf die es mir ankommt. Und das möglichst eindrucksvoll. „Energieräuber“, damit kann jeder etwas anfangen. Da ich nicht über einzelne, oder spezielle Menschen schreibe, sondern die Sache an sich meine, empfinde ich es auch nicht als abwertend. Niemand muss sich hier angegriffen fühlen.

      In der Tat habe ich lange darüber nachgedacht, welche Alternativen ich für die Begriffe hätte. Und ehrlich gesagt, sind mir keine eingefallen.

      Vielleicht hast Du Vorschläge für mich?!

      Beste Grüße
      Petra

  10. Hey!

    Vorab: Ein wirklich toller Artikel. Und ein dickes Sorry, für das Verwenden eines Pseudonyms anstelle eines „echten“ Namens.

    Nun, ich bin wohl zu meinem und noch mehr zum Leidwesen meiner Mitmenschen ein solcher Energiefresser/Vampir. Allerdings bin ich mir je älter ich wurde immer mehr dessen bewusst geworden und im selben Maß von Schuldgefühlen und Suizidgedanken zerfressen heimgesucht worden. Was würdest du mir raten, ich hoffe diese Bitte/Frage ist nicht zu viel verlangt…

    LG

    A.

    1. Hallo A.,

      der Antwort von Veronika möchte ich mich anschließen.

      Schuldgefühle halten Dich gefangen und nützen niemandem, nicht Dir und auch keinem anderen. Dich erkennen und annehmen, wie Du bist, ist – auch wenn es schwerfällt – der erste wichtige Schritt für eine Veränderung. Die Du ja willst, wie ich aus Deinen Zeilen herauslese.

      Noch eines möchte ich hinzufügen: Du bist nicht verantwortlich für die Reaktionen der anderen auf Dich. Du bist nur verantwortlich für Dich selbst. Und da können vielleicht folgende Fragen helfen, die Du Dir selber stellen kannst: Wann genau, in welchen Situationen wirst Du zumn „Energiefresser“? Und was genau wünschst/erhoffst Du Dir in dieser Situation? Auf welche Weise könntest Du das noch „bekommen“?

      Auf jeden Fall möchte ich Dir auch, wie Veronika, ans Herz legen, Dir professionelle Begleitung zu gönnen. Mit einer einfachen Kommentarantwort ist es wahrscheinlich nicht getan.

      Herzliche Grüße
      Petra

  11. Hallo A.

    ich weiß leider nicht, ob Petra noch die Kommentare verfolgt. Schreibe sie doch einfach mal an
    http://coaching.coyotetrainings.de/.

    Vielleicht hilft dir auch dieser Artikel ein wenig weiter http://veronikakrytzner.de/wenn-du-zum-energievampir-mutierst-tipps-zur-abhilfe/

    Ich finde es gut, dass du für dich selber es bemerkst, dass du ein „Energiefresser“ bist. Doch Schuld- und Schamgefühle treiben dich noch mehr in diese Spirale. Mit deinem Bewusstheit und der Achtsamkeit hast du die Chance, dich zu verändern. Der erste Schritt ist immer die Erkenntnis. Es gibt immer die Chance neu zu starten.

    Du kannst dir dafür auch professionelle Unterstützung suchen – gerade wenn dich Suizidgedanken quälen, möchte ich dir das sehr ans Herz legen.

    Ich hoffe, meine Antwort konnte dir ein wenig weiterhelfen.

    Von Herzen liebe Grüße
    Veronika

    1. Liebe Petra,

      das ist der bisher gelungenste Artikel, den ich zum Thema gelesen habe, insbesondere in Bezug auf HSP – vielen, lieben Dank für Deine tolle Arbeit, das Thema kann nicht oft genug wiederholt werden.

      Liebe Grüße,

      Manuela

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