Kritik, Gedankenkarussell, negative Äußerungen, Selbstbild

Wenn Kritik das Gedankenkarussell auslöst

Manchmal ist es doch merkwürdig mit uns. Da bekommen wir hier ein Kompliment und dort hören wir etwas Negatives. Doch anstatt uns über das Kompliment zu freuen und es anzunehmen, beschäftigen wir uns tagelang mit dem Negativem. Wir grübeln herum. Wir fühlen den Schmerz und sind verletzt.

Doch warum können wir das Negative mehr in uns hereinlassen als das Positive?

 

Nun als Erstes muss ich doch ein wenig differenzieren. Nicht jede negative Äußerung trifft uns. Wie heißt es so schön, wenn der Schuh passt. Wenn der Schuh nicht passt, dann lassen wir die Kritik auch nicht rein. Dann prallt sie ab. Damit können wir mit Leichtigkeit gut umgehen. Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer meiner Mitarbeiterinnen. Sie ist noch nicht lange bei mir. Wir haben miteinander geredet, wie sie sich eingelebt hat. Sie fühlte sich nicht frei bei der Arbeit. Huch, da war ich natürlich kurz geschockt. Mir ist nichts wichtiger als Freiheit und ich liebe es, wenn meine Mitarbeiterinnen selbstständig arbeiten. Da habe ich mal tief durchgeatmet. Und dann mit ihr geschaut, wo genau es hakt. Manches ist bei mir einfach anders als bei ihrer alten Arbeitsstelle und wir brauchen ein wenig Zeit, voneinander zu lernen und uns kennenzulernen. Ja, ihre Aussage hat mich betroffen gemacht und mich auch zum Nachdenken gebracht. Doch der Schuh passte nicht. Ich konnte verstehen, dass sie in manchen Situationen den Eindruck gewonnen hat. Und wir konnten beide die Perspektive des anderen sehen. So klärte sich die Situation.

Kritik – ein Stich ins Wespennest

 

Manchmal merke ich bei mir, wie ich etwas negativ interpretiert. Manchmal ist eine Äußerung wie ein Stich ins Wespennest.
Schwupp, geht mein Gedankenkarussell an. In dem Moment sind alle die positiven, freundlichen, anerkennenden Worte aus Emails und Gesprächen futsch. Es geht nur noch um diese eine negative Reaktion. Warum ist das so?

Der Grund ist viel merkwürdiger, als du denkst. Aber auch viel simpler. Der Grund, warum wir es lieben, diese Email, den Anruf, eine abfällige Bemerkung zu hassen, liegt nicht nur darin, dass es uns verletzt, sondern

-TROMMELWIRBEL-

wir stimmen insgeheim dem zu.

Bewusst oder unbewusst liefert es uns den Beweis für unsere eigenen Glaubenssätze und Theorien. Puh, das sitzt, oder? Als ich diese Theorie aufstellte, regte sich erstmal massiver Widerstand in mir. Nee, ich stimme dem doch gar nicht zu, was der/die andere da über mich gesagt hat. Nachdem ich so eine Weile mit dem Gedanken verbracht habe, musste ich mir eingestehen, da ist schon was dran. Es berührt etwas in mir und auch wenn ich erstmal nicht wahrhaben will: Insgeheim stimme ich heimlich der negativen Äußerungen zu. Erwischt! Ertappt!

Manchmal ist es ganz offensichtlich, welche Erinnerung, welcher Gedanke über mich getriggert wird. Da weiß ich ganz genau, das hat zum Beispiel damit zu tun, dass ich mich in der Schule anders gefühlt habe, ich gehörte nicht dazu, nicht gut genug, weil meine Eltern nicht die finanziellen Möglichkeiten hatten, mir die „richtige“ Kleidung, die Hobbies etc. zu ermöglichen.

Doch es gibt noch weniger offensichtliche Erinnerungen, die uns verfolgen. In den Rapid Transformational Therapy Sessions gehen wir zurück zu den Erinnerungen, die mit dem Thema des Kunden zu tun haben. Oft tauchen erstmal Szenen aus der Vergangenheit auf, die wir auch schon im Bewusstsein als Erklärung haben. Doch mit jeder weiteren Szene schält es sich auf den Kern des Themas. Und oft sind meine Kunden erstmal irritiert, was diese Szene denn mit dem Thema zu tun. Wenn wir alle Szenen zusammenfügen und wie ein Detektiv nach dem Muster in diesen Szenen suchen, dann wird alles glasklar. Diese tief in unserem Unterbewusstsein vergrabenen Erinnerungen haben irgendwie einen ganz bestimmten Zweck, vermeintlich um uns zu schützen, denn sie sind verknüpft mit unseren größten Ängsten. Zu verstehen, wie diese Erinnerungen und Gedanken uns noch verfolgen, ist wichtig für das Verständnis über uns selbst. Denn viele der Entscheidungen, die wir getroffen haben, sind daraus entstanden.

Zurückzugehen zu dieser Wurzel und zu dem Kern ist eines der Herzstücke in der Rapid Transformational Therapy. Es ist so wichtig, die Erlebnisse aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Denn auch wenn wir eine Situation erlebt und durchlebt haben, wir haben nicht alle Fakten. Du hast vielleicht eine tief sitzende Erinnerung, was dein Vater oder deine Mutter oder dein Bruder oder dein bester Freund gesagt oder gemacht haben. Es hat dich tief verletzt. Und es hat die Art und Weise verändert, wie du dich selbst wahrnimmst und wie du dich verhältst. Du hast in dem Moment eine Entscheidung getroffen, das passiert dir nie wieder – du wirst dich schützen. Zu deinem Schutz hast du unbewusst ein Verhalten integriert, was vielleicht für dich damals als Kind sinnvoll und sehr intelligent war. Doch als Erwachsener bremst und hemmt es dich. Es verändert, was du über die Menschen denkst, was du über dich denkst und was du über das Leben an sich denkst. Oft wissen wir gar nicht mehr bewusst, welches Erlebnis uns so beeinflusst hat. Manchmal haben wir einen Hauch einer Ahnung, eine Vermutung. Mit der Rapid Transformational Therapy kommen wir der Sache leicht auf die Schliche. Vereinbare gleich dein kostenfreies Vorgespräch und wir schauen, was ich für dich tun kann. Hier geht es zu meinem Kalender!

Ändert sich der Glaubenssatz über sich selbst, sind plötzlich ganz andere Erfahrungen und Erlebnisse möglich.

 

Die Perspektive über sich selbst ist anders. Komplimente, positive Rückmeldungen und Beobachtungen können leicht angenommen werden. Und für manche negative Äußerungen passt der Schuh plötzlich nicht mehr. Wir lassen diese negativen Äußerungen nicht mehr in uns rein.

Wenn du hin und her grübelst über eine bestimmte negative Äußerung, sei mutig und schau mal hin, wo diese Äußerungen mit deinen bewussten oder unbewussten Gedanken über dich stimmen könnte. Versteh mich nicht falsch, dass heißt zum einen nicht, dass diese negative Äußerungen und deine Gedanken der objektiven Realität entsprechen. Es heißt aber auch nicht, dass es grundsätzlich falsch sein könnte. Vielleicht ist es auch nur ein Ansporn, eine Idee, wo man etwas einfach besser machen könnte.

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